Im BTZ-Straubing drehte sich kürzlich alles um ein hochaktuelles Thema: Zahlreiche Fachkräfte aus sozialen, beratenden und therapeutischen Berufen folgten der Einladung zu einem Fachgespräch unter dem Titel „KI als Kollegin? Chancen und Herausforderungen für soziale, beratende und therapeutische Berufe“. Das Café Rispetto im BTZ war bis auf den letzten Platz gefüllt – ein klares Zeichen für das große Interesse an diesem Thema.
Die renommierte Soziologin Prof. Dr. Sabine Pfeiffer von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gab mit ihrem Vortrag den Impuls für eine intensive Auseinandersetzung mit der Rolle von Künstlicher Intelligenz in sozialen Arbeitsfeldern. Dabei wurde deutlich: Die Debatte um KI ist in sozialen Berufen angekommen – und zwar nicht nur als technologische Neuerung, sondern als komplexe Frage mit ethischen, fachlichen und gesellschaftlichen Dimensionen. Die zahlreichen Rückfragen und lebhaften Diskussionen im Anschluss zeigten, wie viel Gesprächsbedarf besteht.
Prof. Dr. Pfeiffer betonte in ihrem Vortrag, dass es ihr darum gehe, die Debatte zu versachlichen – gerade vor dem Hintergrund eines öffentlichen Hypes um das Thema. KI könne in bestimmten Anwendungsfeldern die Arbeit erleichtern, gerade wenn es um textbasierte Anwendungsfälle geht. Gleichzeitig verwies sie deutlich auf die Grenzen der Technologie – eine kritische, reflektierte Anwendung sowie eine ständige Kontrolle durch den Menschen seien daher unerlässlich.
Das BTZ-Straubing schafft mit Veranstaltungen wie dieser einen Raum für fachlichen Austausch und gesellschaftliche Orientierung – und zeigt damit, wie wichtig es ist, aktuelle Entwicklungen mit Blick auf die Arbeitsrealität in sozialen Berufen zu diskutieren.



